Der Verlust unserer Erde

Wie die moderne Landwirtschaft unsere Welt zerstört

Unsere Heimat

Als Kinder haben wir den weitesten Horizont in der kleinsten Welt. Unser Zuhause ist alles was wir kennen. Nun liegt die Welt vor uns mit einem unermesslichen Wissensschatz und jeder Möglichkeit zu handeln, doch wir tun es nicht, uns fehlt der Horizont. Wir geben vor erwachsen zu sein, doch leben noch immer in unserer kleinen Welt, die am Gartenzaun endet. Denn wir verlieren unsere Heimat und mit jedem Einkauf legitimieren wir es, wenn wir uns nicht für eine nachhaltige Landwirtschaft entscheiden.

„Der Inhalt unseres Einkaufswagens kann die Welt verändern.“

Wir verlieren an Boden

Jedes Jahr gehen ca. 10 Millionen Hektar, so viel wie 14 Millionen Fußballfelder, landwirtschaftliche Nutzfläche verloren. Bereits ¼ der weltweiten Landoberfläche ist landwirtschaftlich unbrauchbar.

Nitrate durch Massentierhaltung belasten ​unser Grundwasser und vergiften Flüsse und Meere. Weltweit sind marine Todeszonen entstanden, die sich immer weiter ausbreiten. Schwermetalle und Müll verseuchen unsere Ozeane.

Die Hauptgründe sind:

  • Erosion
  • Wüstenbildung
  • Versiegelung
  • Chemikalien
  • Überdüngung
  • Übernutzung
  • Bewässerung

Wie einst die ersten Siedler

​Die Erschließung neuer Äcker durch Trockenlegung von Mooren und Abholzung von Urwäldern ​ist blinder Aktionismus und keineswegs zukunftsträchtig, da sie uns nur einen Zeitpuffer verschaffen und die klimatischen Bedingungen verschärfen​. Es ​setzt gewaltige Mengen Kohlendioxid frei. Böden speichern rund zehnmal so viel Kohlenstoff wie Bäume.

„Böden speichern rund zehnmal so viel Kohlenstoff wie Bäume.“

Bäume sind unsere natürlichen Luftfilter und Schattenspender, die die Erde kühlen. Durch ihre Wurzeln halten sie wortwörtlich unsere Erde zusammen, indem sie Erosion verhindern. Bäume sind ein lebensnotwendiger Teil unseres Ökosystems, es ist existenziell sie zu schützen.

Über 50 % des Sauerstoffs in unserer Atmosphäre wird in den Weltmeeren von Algen und Bakterien erzeugt.

Statt neue Flächen zu erschließen, müssen wir fruchtbare Felder in einem natürlichen Kreislauf erhalten. Wir dürfen ihnen nicht mehr nehmen, als wir geben. Der einzige Weg ist der Wandel zu einer standortangepassten, natürlichen Bewirtschaftung und ein Verbot der intensiven Landwirtschaft mit Monokulturen und übermäßigem Dünge- und Spritzmitteleinsatz. Genetisch veränderte Pflanzen sind aktuell ebenfalls keine Lösung. Wir wissen nicht, welche gesundheitlichen und ökologischen Langzeitfolgen sie mit sich bringen. Wir haben allerdings an vielen Beispielen in der Geschichte gesehen, was passierte, wenn der Mensch Gott spielen wollte.

Bodenschutz ist nicht nur Klimaschutz, sondern der einzige Weg unsere Gesundheit und die anderer Arten zu erhalten und eine friedliche Welt zu schaffen. Die Gifte, die wir auf unseren Feldern versprühen und in unseren Boden pumpen, landen in unserer Nahrungskette und lösen neben unserem gesundheitlichen Verfall ein weiteres folgenschweres Problem aus – Bienensterben.

Artikel folgt in Kürze: Was passiert, wenn der Mensch Gott spielt

Lösungen:

  • standortangepasste Kreislaufwirtschaft
  • Mischkultur statt Monokultur
  • ​Natürliche Düngung
  • ​Natürliche Schädlingsbekämpfung
  • Subventionen ausschließlich für ökologischen Anbau
  • Kauf von fairen und ökologischen Lebensmitteln
  • Bäume schützen
  • ​Weniger tierische Produkte
  • Permakultur

Die ​vergessenen Arbeiterinnen

„Sterben die Bienen aus, so sterben auch Menschen.“

Wir erleben ein Bienensterben in ungekanntem Ausmaß, das maßgeblich durch moderne Landwirtschaft verursacht wird. In einer Welt ohne Bienen würden laut US-Forschern schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen mehr pro Jahr an Mangelernährung sterben, ein Vielfaches der jährlichen Opfer durch Krieg und Terror. Bienen sind für ein Drittel der weltweiten Bestäubung zuständig.

Das Klima wird mit Wurst befeuert

Es gab eine Zeit, als der Sonntagsbraten zelebriert wurde, als Fleisch etwas Besonderes war. Die Zeiten haben sich durch zu viel Wohlstand verändert. Heutzutage konsumieren wir nicht genügend Obst und Gemüse, dafür zu viele tierische ​Nahrungsmittel. Es ist weder für unsere Gesundheit, selbst nach gängiger Meinung, noch für unseren Planeten förderlich. Wir essen uns in unser eigenes Grab. Doch vorher werden uns degenerative Krankheiten ​​mit einer vollen Windel oder künstlichem Magenausgang ans Bett binden.

Die industrielle Tierhaltung ist laut dem Worldwatch Institute für 51% der Treibhausemissionen verantwortlich. Es ist ein Vielfaches der Ausstoße aller Autos, Flugzeuge und Schiffe. 70% der landwirtschaftlichen Nutzfläche dient dem Anbau von Tierfuttermitteln, ​was bei 800 Millionen hungernden Menschen pervers erscheint. ​Die Effizienz ​des direkten Verzehrs pflanzlicher ​Nahrungsmittel ohne Zwischenkonsument ist ​erheblich ​höher.

Der unreflektierte Fleischkonsum​ ist ​durch Urwald-Rodung, Monokulturen, Ausscheidungen, vor- und nachgelagerten Transport und Wasser- und Ressourcenverschwendung maßgeblich für den Rückgang der Biodiversität, den Klimawandel, Vertreibungen, Ermordungen und schlechte Luft ​​und deren Folgeprobleme verantwortlich.

​Der Faktor Biodiversität und Artensterben bedeutet in einem für uns sensiblen Ökosystem verheerendes. Es geht um mehr als ein paar tote Tiere und Pflanzen. ​Ich empfehle euch  ​den Greenpeace Artikel Der Verlust der Liebe.

​51%

...der Treibhausgase werden durch die Tierhaltung verursacht.

​70%

...der Nutzfläche wird für den Tierfutteranbau verwendet.

​100%

...ist deine Entscheidung und deine Verantwortung.

„Der Tod der Tiere trifft uns im Mark unserer Existenz. Denn der Tiger als Symbol unserer Identität besitzt noch eine tiefere Dimension. Er bürgt dafür, dass uns die Erde Heimat bleibt." - Andreas Weber, Greenpeace Magazin

Der Verzicht auf tierische Lebensmittel ​​unter ​moralischen Tierschutzaspekten ist streitbar, aus ökologischen, ethischen und sozialen Gründen nicht. Durch einen Verzicht ​bewahren wir unsere Böden, Gewässer und Regenwäldern vor der Zerstörung, verlangsamen den Klimawandel und unterstützen Kleinbauern, die nicht von Großgrundbesitzern vertrieben oder aufgekauft ​werden. ​Ein bewusster Fleischverzehr mit der Rückkehr zum Sonntagsbraten​ und die Wertschätzung von Lebensmitteln ist unerlässlich. Die Hälfte unserer Nahrung landet im Müll, jeder einzelne kann es verhindern.

Auf der Flucht vor Hunger

Nahrungsmittelknappheit durchs Bienensterben oder Tierfuttermittelanbau verstärkt die sozialen Probleme und Migrationsbewegungen. Gleiches trifft auf den Bodenverlust und den Klimawandel zu, der die Landwirtschaft in weiten Teilen der Welt unmöglich machen würde.

„Umweltschutz ist der einzige Weg zum Frieden.“

Laut UN waren 2016 bereits mehr als 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht, 2/3 als Binnenflüchtlinge, und mehr als 800 Millionen Menschen von Hunger betroffen. Diese Zahlen werden weiter steigen, wenn nicht die Probleme an der Wurzel gelöst werden.

Europa würde von Flüchtlingen überrannt werden, die mit Maschinengewehren an den Grenzen erschossen werden würden. Es ist ein Schreckensszenario, das man nicht erleben, sich nicht einmal ausmalen möchte, doch unsere Zukunft, wenn wir nicht heute etwas ändern. Denn 1,2 Milliarden Afrikaner könnten keine Zuflucht bei uns finden, sollte Europa bis dahin nicht im Meer versinken.

Und schon heute gilt:
Ein schlecht ernährter Mann ohne Perspektive wird sich eher einer radikalen Gruppe anschließen und in den Krieg ziehen, ganz egal, ob sein Name Achmed oder Olaf ist.

​Die Unsichtbaren - Wie die Sklaven im früheren Rom

Lebensmittel legen eine weitere Reise vom Feld bis zu uns auf den Teller zurück. Uns ist häufig nicht bewusst, wer an diesem Prozess beteiligt ist und wer für unseren Genuss und die zu niedrigen Preise leiden muss. Geschäftsmänner und Konzerne bereichern sich auf Kosten der Arbeiter und unserer Natur und wir unterstützen es.

Es ist nicht zu verantworten, ​dass...

  • ​brasilianische Arbeiter ​für 1,5 Tonnen geerntete Orangen nur 10 Euro bekommen
  • honduranische Kaffeebohnen ​ohne Schutzkleidung gepflückt werden
  • ​thailändische Ananas von diskriminierten, myanmarischen Wanderarbeitern ohne Arbeitsverträge verarbeitet werden
  • Gewerkschaftsvertreter bedroht und getötet werden
  • unsere Meere überfischt werden und ​einheimische Fischer, statt aufs Meer hinauszufahren, in den Krieg ziehen
  • Tiere für Billigfleisch auf kleinstem Raum dahinveg​etieren müssen
  • Niedriglöhne, Schuldknechtschaft und Akkordarbeit ​zum Standard werden

Es ist nur die Spitze des Eisbergs. ​Wir, aber auch die großen Lebensmittelmärkte, haben die Verantwortung die Lieferkette bis zur Basis zurückzuverfolgen, um keine Sklavenarbeit und Ausbeutung ​zu ​unterstützen. ​Doch wir dürfen ​nicht nur mehr Transparenz fordern, sondern müssen uns aktiv ​durch die Produkte, die wir kaufen, ​dafür einsetzen. Wir müssen uns verdeutlichen, dass wir als Konsument das letzte Glied in der Kette sind ​und der Grund, warum produziert wird. Wir haben die Macht über die gesamte Lieferkette mit jedem Einkauf. Wenn wir nichts ändern, wird sich nichts für die Millionen ausgebeuteten Arbeiter und Milliarden gequälten Tiere ändern.

Agent Orange, der Exportschlager

Unternehmen wie Monsanto treiben Bauern mit mafiosen Praktiken in Abhängigkeit und in den Ruin. Bauern müssen Knebelverträge unterschreiben, werden nach Big Brother Manier überwacht und vor Gericht gezerrt. Es ist erschreckend.

Wer mehr dazu lesen möchte klickt hier: Die Saat des Bösen unter 3sat.de oder auf Monsanto stellt die Spielregeln auf aus dem Focus. Es wird ebenfalls von Einflussnahme auf Umweltstudien berichtet.
Es verdeutlicht, dass wir bei jeder Studie nach dem Geldgeber und Profiteur fragen müssen, dasselbe gilt bei jedem Gesetz und jeder Entscheidung der Politiker.

Wer glaubt, dass diese Unternehmen am Wohle der Menschheit interessiert sind, muss nur 50 Jahre zurückblicken, als Agent Orange flächenmäßig über Vietnam und Laos versprüht wurde und noch heute für zahlreiche Missbildungen verantwortlich ist.

"Im Allgemeinen haben danach die Krebskrankheiten erheblich zugenommen, auch die Zahl der Stoffwechselstörungen nahm stark zu. Es gibt viele Fälle von Herzkollaps oder von Diabetes. Und es gibt. die Missbildungen bei Kindern bis heute; von Hautkrankheiten und Gliederlosigkeit bis hin zu Wasserköpfen, Klumpfüßen und Entenzehen." (Deutschlandfunk Kultur)

Es ist ein Kriegsverbrechen, für das niemand zur Verantwortung gezogen wurde. Ein Entlaubungsmittel produziert von Monsanto, versprüht von indoktrinierten Soldaten, die ihren Befehl nicht hinterfragten, befehligt von der amerikanischen Regierung. Heute sind es Landarbeiter, die es nicht besser wissen oder auf die Einkünfte angewiesen sind, oder Landbesitzer, die auf kurze Profite abzielen, und sich selbst, uns und unsere Welt mit Chemikalien vergiften.

Artikel: Die Schuld des Soldaten

Macht es besser als sie und hinterfragt eure Entscheidungen. Seid die Stimme des Friedens. Es ist in aller unser Interesse. Wir haben vergessen, dass​​​​ unsere Heimat unsere Verantwortung ist und wir ein Teil vom Ganzen sind.

Frage: Warum schauen Politiker nur tatenlos zu, statt dem Umweltschutz höchste Priorität zu geben, der dem Spritzmittel- und Saatguthersteller wie Bayer/Monsanto gewaltige Gewinneinbußen bringen würde?

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